{"id":236,"date":"2023-10-28T22:37:20","date_gmt":"2023-10-28T22:37:20","guid":{"rendered":"https:\/\/antiziganism.org\/?p=236"},"modified":"2023-11-01T03:11:46","modified_gmt":"2023-11-01T03:11:46","slug":"kinderdieb","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/antiziganism.org\/?p=236","title":{"rendered":"Kinderdieb"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Antiziganismus Typ II<\/h2>\n\n\n\n<p>Nationalsozialistischer Antiziganismus<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"RomaStories - Film (71 Sprachen Untertitel)\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/0ceTegNI9O4?start=1384&#038;feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p>Im Kontext der nationalsozialistischen Propaganda spielte die Konstruktion des &#8222;Zigeuners&#8220; als stereotype Figur eine entscheidende Rolle. Diese Konstruktion bediente sich einer Vielzahl von Vorurteilen und Stereotypen, zu denen auch das Bild des Kinderdiebs geh\u00f6rte.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Verkn\u00fcpfung zwischen Roma und dem Stereotyp des Kinderdiebs war ein zentrales Element der antiziganistischen Propaganda. Durch diese Behauptung sollte der Eindruck erweckt werden, dass Roma eine potenzielle Bedrohung f\u00fcr die Gesellschaft darstellen, insbesondere f\u00fcr Kinder. Diese rassistische Charakterisierung fand nicht nur in der NS-Propaganda Verwendung, sondern wurde auch in anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern, wie etwa Frankreich, als gesellschaftlich akzeptables Stereotyp akzeptiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese falsche Zuschreibung von Kindesentf\u00fchrungen durch Roma und Sinti wurde oft durch das Stereotyp der Asozialit\u00e4t durch zu viele Kinder begr\u00fcndet. Zus\u00e4tzlich wurde angenommen, dass so viele Kinder im selben Alter nicht aus derselben Familie stammen k\u00f6nnten, was zu der irrt\u00fcmlichen Schlussfolgerung f\u00fchrte, dass sie gestohlen sein m\u00fcssten.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist wichtig zu betonen, dass diese Vorurteile und Stereotypen die tats\u00e4chlichen Lebensrealit\u00e4ten der Roma und Sinti komplett verkannten. Die Kinder der verschiedenen Familien hatten untereinander Umgang, was jedoch aufgrund der gesellschaftlichen Ausgrenzung durch den herrschenden Antiziganismus oft ignoriert wurde. W\u00e4hrend der NS-Zeit wurden Kinder durch diese irref\u00fchrende Propaganda eingesch\u00fcchtert, indem man ihnen einredete, dass die &#8222;Zigeuner&#8220; sie stehlen w\u00fcrden. Diese manipulativen Taktiken trugen ma\u00dfgeblich zur weiteren Verfestigung von Vorurteilen bei und f\u00f6rderten die Diskriminierung von Roma und Sinti in der Gesellschaft.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><a href=\"https:\/\/antiziganism.org\/?p=878\" title=\"Beispiel Vorurteil: Kinderdieb\">Beispiel Vorurteil: Kinderdieb<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Antiziganismus Typ II Nationalsozialistischer Antiziganismus Im Kontext der nationalsozialistischen Propaganda spielte die Konstruktion des &#8222;Zigeuners&#8220; als stereotype Figur eine entscheidende Rolle. Diese Konstruktion bediente sich einer Vielzahl von Vorurteilen und Stereotypen, zu denen auch das Bild des Kinderdiebs geh\u00f6rte. Die Verkn\u00fcpfung zwischen Roma und dem Stereotyp des Kinderdiebs war ein zentrales Element der antiziganistischen Propaganda. 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